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[IPd] Antwort auf Ralfs Frage (u.a.)



Hallo Alle!

Ralfs Frage:

Leider hast Du auf meine Frage, warum Du nach 17 Jahren Pumpentherapie zur
ICT zurueckgekehrt bist nicht geantwortet, deshalb stelle ich sie nochmal.

Meine Antwort:

Bei mir klappte die Einstellung mit der Pumpe zu der Zeit nicht besonders gut, und ich bekam gleiche oder bessere HbA1Cs mit Spritzen.

Warum klappte es nicht so gut? Die beiden Haupttheorien sind:

1. Schlechte Resorption
2. (Dauer-)Stress

Ich vermute, es ist ein Bisschen von Beidem. Wenn ich ohne Pumpe etwas mehr Basal-Insulin im Blut habe, dann könnte das vielleicht auch für den Fall von Dauerstress gar nicht so schlimm sein.

Zu Ralfs grossen Hoffnung, dass die Probleme "nur von anno dazumal" wären, kann ich nur sagen: Viel Glück!!!

Ralfs Literaturhinweise (jedoch auch das Buch von Minimed) setze ich voraus. Wer hier Rat sucht, sollte solche Literatur erst durchlesen. Ebenfalls auch (wie Ralf auch erwähnt) die Bedienungsanleitung der Pumpen (Verschluss, u.s.w.). Wer sich überhaupt nicht auskennt, sollte sich (wie Ralf auch vorschlägt) ein Bisschen informieren, bevor er/sie Kommentare in einem Forum wie diesen richtig einordnen kann.


Ralf Loderer schrieb:

> Hallo Norbert,
>
> > Ja, hier ist schon wieder mal eine Herausforderung zum Thema Katheter.
> > Ich verstehe nicht, weshalb Leute irgendwie den Kopf in den Sand stecken
> > -- und keine Nachteile der Pumpentherapie sehen wollen
>
> wer steckt den Kopf in den Sand, um die Nachteile der Pumpentherapie nicht
> zu sehen? Du hast zwar recht, bislang sind die von Dir aufgezaehlten
> Komplikationen der Pumpentherapie, insbesondere im Zusammenhang mit den
> Kathetern, nicht erwaehnt worden. Doch vielleicht liegt das auch daran,
> dass die Pumpentherapie heute im Vergleich zu frueher eher unproblematisch
> ist?
>
> Ich gehe davon aus, dass bei Beachtung der ueblichen Regeln wie
> Katheterwechsel nach spaetestens zwei Tagen bei Kathetern mit Stahlkanuele
> bzw. drei Tagen bei Kathetern mit Teflonkanuele, desinfizieren der
> Einstichstelle und vor allem Wechsel der Einstichstelle bei jedem neuen
> Katheter die Probleme, die Du unten aufgefuehrt hast nicht bzw. nur selten
> auftreten?
> Davon abgesehen sind einige der Probleme, beispielsweise Lipo-
> hypertrophien, Lipoatrophien oder Ketoazidosen nicht pumpenspezifisch und
> treten auch unter CT/ICT auf. Ketoazidosen natuerlich wesentlich schneller
> als unter CT/ICT.
>
> > (vermutlich sind da einige Mafiosos unter der weisse-Kittel-tragenden
> > Population).
>
> Welche schlechten Erfahrungen fuehrten bei Dir zu der schlechten Meinung
> ueber die Aerzteschaft? Dass einige Aerzte aus "gewissen" Gruenden ihren
> Patienten eine bestimmte Pumpe "zwangsverordnen" ist bekannt und nicht
> neu. Aber das ein Arzt durch Katheter entstehende Probleme verleugnet um
> die Pumpe an den Patienten zu bringen, ist mir neu.
>
> Leider hast Du auf meine Frage, warum Du nach 17 Jahren Pumpentherapie zur
> ICT zurueckgekehrt bist nicht geantwortet, deshalb stelle ich sie nochmal.
>
> Davon abgesehen bin ich der Meinung, dass der Patient nicht die komplette
> Verantwortung auf den Arzt/Diabetesberater abwaelzen kann und sich selbst
> informieren muss! Es gibt einige Buecher zum Thema Pumpentherapie, in dem
> die von Dir angesprochenen Probleme zum Teil ausfuehrlich erlaeutert
> werden:
>
> - "Das Insulinpumpen-Buch - Physiologische Insulinzufuhr", Elke Austentat,
>   Blackwell Wissenschaftsverlag, ISBN 3-89412-340-0, 79,95 EUR
>
> - "Insulinpumpenfibel oder... bei Dir piept s ja", 4. Auflage, Ulrike
>   Thurm, ISBN 3-87409-071-X, 8,95 EUR [1]
>
> - "Pumpentherapie - Handbuch fuer Anwender und ihre Berater", Dr. med.
>   Gina Lohmueller, Kirchheim Verlag, ISBN 3-87409-347-6, ca. 15 EUR [3]
>
> - "Insulin aus der Pumpe - Eine Anregung fuer die Praxis", Reinhard Zick/
>   Fritz Schnitger, Kirchheim Verlag, ISBN 3-87409-350-6, ca. 15 EUR [3]
>
> - "Disetronic Pumpen-Forum", vierteljaehrlich erscheinende
>   Informationsschrift fuer Disetronic-Pumpentraeger, die auch an nicht
>   Disetronic-Pumpentraeger kostenlos verschickt wird.
>
> [1] Das Buch "Insulinpumpenfibel oder... bei Dir piept s ja" preist zwar
>     hauptsaechlich - zumindestens in der mir vorliegenden 3. Auflage - die
>     H-Tron an (was angesichts des Herausgebers, die Disetronic GmbH auch
>     nicht weiter verwundert), ist aber ansonsten ein guter Ratgeber fuer
>     den Einstieg.
>
> [2] Das Buch "Pumpentherapie - Handbuch fuer Anwender und ihre Berater"
>     ist, wie auch die "Insulinpumpenfibel" mehr fuer den Anfaenger
>     gedacht, tiefschuerfende Informationen sind dort nicht zu finden.
>
> [3] Das Buch "Insulin aus der Pumpe - Eine Anregung fuer die Praxis" ist
>     eine ueberfluessige, weil inhaltlich duenne, bunte Disetronic-
>     Werbebroeschure die fuer Geld verkauft wird.
>
> > (mehr faellt mir IM MOMENT nicht ein)
>
> Oh, da gibt es noch eine ganze Menge:
>
> - Unterbrechung der Insulinzufuhr durch Katheterverschluss (sollte bei
>   Beachtung der oben genannten Regeln eher selten sein)
> - Unterbrechung der Insulinzufuhr durch fehlerhafte (klemmende)
>   Insulinampulle
> - Unterbrechung der Insulinzufuhr durch schwache/leere Batterien
> - Bedienungsfehler der Pumpe
>
> etc., p.p.
>
> > Hoffentlich hilft das, ein bisschen nuechterner mit der Thematik
> > umzugehen.
>
> Erzaehl doch bitte mehr ueber Deine (schlechten?) Erfahrungen mit der
> Insulinpumpentherapie.
>
> --
> Mit freundlichen Gruessen
>
> Ralf Loderer
> ## CrossPoint/OpenXP v3.40 RC3 R ##
> ----------------------------------------------------------
> Insulin Pumpers website http://www.insulin-pumpers.org/
> bei Fragen zur Mailing-Liste, bitte Mail an:  email @ redacted

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