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Re: [IPd] Pumpen-Betrunken?



Liebe Susanne,

ich habe berichtet, aber mein Bericht scheint Dir unzufiedenstellend.

Fallbeispiele? Wieviele gibt es denn? Etliche!!! Wie viel Zeit habe ich? Nicht so viel, leider.

Ein Beispiel. Hier in Deutschland habe ich mal darüber aufgeregt, dass Distronic Pumpenträger ihre Batterien von einem Diabetologen verschieben bekamen, aber ich als Minimed Pumpenträger nicht (er schlug vor Pumpen zu wechseln, ich wechselte stattdessen den Diabetologen).

Lässt dieses Beispiel Vertrauen aufkommen? Ich glaube nicht.

Wenn in ein Pumpenschulung die Themen, die ich angesprochen haben, besprochen werden, dann meistens nur kurz. Wer jahrzehnte lang eine Pumpe getragen hat, weis, dass diese Punkte wichtig sind. Wer die Pumpe erst seit ein paar Jahren trägt, kann entweder aus den Erfahrungen anderer lernen -- oder muss diese eben selber durchmachen. Hoffentlich gehörst Du zur ersten Gruppe.

Übrigens: Pumpen sind nicht eine Notwendigkeit für eine gute Diabetes-Einstellung. Sind sind lediglich eine ERLEICHTERUNG für den Patienten.

Mach's gut (ob mit oder ohne),

Norbert

Susanne Menne schrieb:

> Hallo an alle,
>
> Norbert schrieb:
>
> > Vielleicht sollte man solche etwas vertuschten Tatsachen irgendwo
> festhalten.
>
> Gerne wüsste ich noch mehr über die "etwas vertuschten Tatsachen".
> Bitte berichtet über Eure negativen Erfahrungen.
>
> Viele Grüße
>
> Susanne
>
> ----- Original Message -----
> From: Norbert Mayer-Wittmann
> To: email @ redacted
> Sent: Thursday, August 15, 2002 12:23 AM
> Subject: [IPd] Pumpen-Betrunken?
>
> Hallo Alle deutschsprachigen IPer!
> Susanne schrieb:
> Ich kann mich Ralf nur anschließen, vor der Nadel mußt Du absolut keine Angst
> haben, es ist wirklich nichts anderes als mit der Spritze/Pen.
> Ja, hier ist schon wieder mal eine Herausforderung zum Thema Katheter. Ich
> verstehe nicht, weshalb Leute irgendwie den Kopf in den Sand stecken -- und
> keine Nachteile der Pumpentherapie sehen wollen (vermutlich sind da einige
> Mafiosos unter der weisse-Kittel-tragenden Population).
> Wie oft muss man das sagen?
> 1. An den Stichstellen können Probleme entstehen, und daraus ergibt sich im
> Nu eine Entgleisung.
> 2. Eine Spritze liegt etwa 5 Sekunden (bei Pens vielleicht 10-15), ein
> Katheter vielleich 2 Tage (172.800 Sekunden)
> 3. Entzündungen geben Narben, lang getragene Nadeln wahrscheinlich auch
> 4. "Lieblings-Stichstellen" ziehen Fett an (dadurch verschlechtert sich die
> Resorption -- SCHLEICHEND)
> (mehr fällt mir IM MOMENT nicht ein)
> Susanne schrieb auch:
> Wie Ralf schon sagte, ab und zu zwickt es mal etwas.
> Das bezieht sich auf Nadeln -- ein Nachteil. Wenn's geht, dann kürzer. Teflon
> macht grössere Löcher (d.h. auch unter Umständen grössere Narben).
> Schlimmes muss nicht passieren -- aber so zu machen, als wäre die Sache
> vollkommen ungefährlich ist Augenwischerei.
> Ein guter/erfahrener Arzt ist sehr viel Wert, aber dibt es ja nicht wie Sand
> am Meer (in Deutschland ist längerfristige Pumpenerfahrung sowieso eher rar).
> Hoffentlich hilft das, ein bisschen nüchterner mit der Thematik umzugehen.
> :)
> Bis bald,
> Norbert
>
> ----------------------------------------------------------
> Insulin Pumpers website http://www.insulin-pumpers.org/
> bei Fragen zur Mailing-Liste, bitte Mail an:  email @ redacted

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