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AW: [IPd] Re: Ohne bestimmtes Thema



Hallo Andrea (und Ralf),
 
als bisher stiller Mitleser und H-Tron- (4 Jahre) und Minimed 508- (jetzt 1 Jahr) Träger hier meine
Kriterien für die Pumpenauswahl. Ich habe mich für die Minimed 508 entschieden.
Die Alternative wäre die neue D-Tron gewesen:
 
- Pro H-Tron und MM 508: Die ungefähr gleiche Grösse. D-Tron ist grösser
- Pro MM 508 (auch D-Tron): 
  - Variable Bolusabgaben: Normal (wie bei H-Tron)
                                       Verzögert über Zeitraum (z.B. bei einem länegeren Abendessen)
                                        Kombination aus Normal und Verzögert (z.B. 2 I.E. sofort und 5 I.E.
                                          verzögert, für eine Pizza oder so)
  - Daten können am PC ausgewertet werden. MM508 über 2 Wochen, D-Tron über 1 Monat 
    fals Disetronic nichts getan hat kann die H-Tron das gar nicht bzw. nur letzte Boli.
  - Variable Basalraten (z.B. Normalalttag und Wochenende), MM508 und D-Tron können
     das beide
 
Das Bedienkonzept von der MM508 inklusive Fernbedienung finde ich als mündiger Patient wesentlich
besser als bei Disetronic. Hier muss man sämtliche Einstellung und Warnungen immer quittieren.
Z.B. bei H-Tron auch wenn ich temporär die Basalrate für 4 h absenke, weil ich Sport gemacht habe
und mich die Pumpe mitten in der Nacht nötigt das Ende der Absenkung zu quittieren. Warum? Ich hab's
ja vorher eingestellt. Dies zieht sich auch bei der D-Tron durch.
 
Der einzige wichtige Nachteil den ich bei der MM 508 festgestellt habe ist die nicht ganz so dolle
Warnung, wenn das Reservoir zu Neige geht. Dies wird zwar signalisiert durch einen Warnton,
aber wenn ich die Füllmenge bei Kathederwechsel falsch eingestellt habe, kann dies ohne Insulin
enden. D.h. wenn ich mit 315 I.E. starte, dann nach 3 Tagen den Katheder wechsele, bei ca.
180 I.E., muss ich (da der Schlauch ca. 13 I.E. Insulin zum Füllen braucht) darauf achten die
Restmenge mit Sicherheitsreserve einzustellen. D.h. wenn ich 160 I.E. nach dem Füllen einstelle,
bin ich auf der sicheren Seite.
 
Katheder ist kein Unterscheidungsmerkmal da verschiedene Fabrikate genutzt werden können.
 
Von den Kosten her, bis auf die teuren H-Tron/D-Tron-Batterien, sind sie ungefähr gleich
einzuschätzen. Sicherheit habe ich auch keine Unterschiede festgestellt: Disetronic verweist
auf die relative Wasserdichtigkeit und ausgetüftelten Überwachungsfunktionen, MM auf den
Linearmotor, der auch bei grober Fehlfunktion warum auch immer, nicht mal eben das gesamte
Reservoir injiziert. Zudem gibt es ebenfalls Testfunktionen. Ich denke beide Konzepte sind ausgereift.
 
Fazit: Als beruflich sehr aktiver Mensch und Patient habe ich mich hauptsächlich aus o.g. Gründen
1) flexiblere Möglichkeiten für Boli/Basalraten, 2) Bedienkonzept, 3) Grösse MM508 ggüber D-Tron
und 4) Auswertung über PC für die MM 508 entschieden.
 
MfG,
 
A. Hohl
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: email @ redacted [mailto:email @ redacted]Im Auftrag von email @ redacted
Gesendet: Sonntag, 4. August 2002 13:37
An: email @ redacted
Betreff: Re: [IPd] Re: Ohne bestimmtes Thema

Hallo Ralf,
ich denke schon das ich mich wieder für die H-Tron entscheiden würde. Das liegt aber wohl eher daran das ich mich bis heute nicht weiter für andere Pumpen interssiert habe. Ich habe mich so gut an die Form und Größe der H-Tron gewöhnt, das ich mit Sicherheit bei einer, wenn auch nur kleinen, Abweichung Probleme hätte. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier!
Ich würde, obwohl ich mich mit Sicherheit nie für einen andere Pumpe entscheiden würde, nie einem anderen raten sich die unbedingt die H-Tron zu holen. Ich finde sie toll, aber das muß jeder für sich selber entscheiden und seine Schwerpunkte setzen.
Ich mache alles mit meiner Pumpe. Hatte sie auch bis Anfang des Jahres immer mit zum schwimmen, bis Disetronic eine Wahrnung rausgab das die H-Tron öfter mal Wasser im gehäuse hat. Zum Duschen oder Baden hab ich sie immer abgelegt, alleine schon dehalb um die Plasterreste völlig zu entfernen.

Zur ICT und CT kann ich nur sagen das sich für mich diese bedien "Therapien" kaum unterschieden haben! Ich konnte immerhin mal eine Kleinigkeit mehr essen, aber mein damaliger Diabetologe hat es nicht auf die Reihe bekommen mir genau auszurechnen wieviel ich zu bestimmten Mahlzeiten brauche. Habe mich auch nicht wirklich getraut irgednwas zu testen.
Bei dem neuen Diabetologen war es so das ich (wenn auch nur für einige Wochen) plötzlich essen konnt was und soviel ich wollte. als dann die Pumpe kam hat er mir die Grundeinstellung ausgerechnet undmitlerweile verfahren wir so, das ich mir Gedanken machen wo ich mehr oder weniger brauche, ihm sage was ich meine und wir gemeinsam überlegen ob das hinhaut oder nicht. So bekomme ich immer mehr einen Plan von meinem Körper und vor allem meinem Zucker. Ich werde sicherer.

Also das Buch weerde ich mir morgen direkt bestellen. Hört sich super spannend an.

Einen schönen Sonntag noch und viele Grüße
Andrea